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1808 Heinrich von Kleist schreibt sein Drama “Die
Hermannsschlacht” und gibt zusammen mit Adam Müller in Dresden die
Zeitschrift “Phoebus” heraus. Goethes “Faust” Teil1
erscheint
1809 Besuch in Greifswald. Tod des Vaters.
1810 Im Sommer Wanderung mit dem Maler Kersting über das Zittauer
Gebirge bis zur Schneekoppe im Riesengebirge. Am 18.9. besucht Goethe Friedrich
im Atelier. Aber er ließ den Kontakt zu Goethe alsbald wieder
“einschlafen”, da auch bei Goethe seine Gemälde kein Gedallen
fanden.
Auf der Herbstausstellung der Berliner Kunstakademie werden Friedrichs
Gemälde “Der Mönch am Meer” und “Abtei im
Eichenwald” vom Kronprinzen Friedrich Wilhelm von Preußen angekauft
und 1812 zwei weitere. Im Zusammenhang damit wird Friedrich zum Auswärtigen
Mitglied der Berliner Akademie ernannt.
1811 Im Sommer Fußwanderung durch den Harz mit dem Bildhauer Gottlob
Christian Kühn. Besuch bei der Malerin Caroline Bardua in Ballenstedt und
auf der Rückreise bei Goethe in Jena.
1812 Friedrichs Gemälde “Morgen im Riesengebirge” auf der
Berliner Akademieausstellung vom preußischen Kronprinzen
erworben.
1812 Napoleons “Große Armee” wird in Rußland
fast völlig aufgerieben.
1812-1814 Mit Bildern von patriotischen Gehalt schließt sich
Friedrich der nationalen Erhebung an. Einige davon werden 1814 auf der vom
russischen Generalgouverneur Repnin veranstalteten Akademieausstellung gezeigt.
1812- 1815 Die Brüder Grimm geben die “Kinder- und
Hausmärchen” heraus.
1813 Während der französischen Besetzung Dresdens zieht sich
Friedrich im Juli zeitweilig ins Elbsandsteingebirge zurück.
1813 Im Frühjahr beginnt in Preußen die nationale
Befreiungsbewegung. In Sachsen kommt es nicht zu einer allgemeinen nationalen
Erhebung. Theodor Körner und der Maler Kersting nehmen in den Reihen der
Lützower Schwarzen Schützen am Befreiungskampf teil; Körner
fällt.
Nach Napoleons Niederlage in der Völkerschlacht bei Leipzig im
Oktober wird der sächsische König Friedrich August 1. als
Verbündeter Napoleons gefangengesetzt und Sachsen erst unter russische,
dann unter preußische Verwaltung gestellt.
1815 Im September kurzer Aufenthalt in Greifswald.
1815 Napoleon wird bei Waterloo von den Engländern und
Preußen geschlagen und muß endgültig abdanken. Der Wiener
Kongreß unter Metternich macht die Hoffnung der deutschen Patrioten auf
eine nationale Einigung zuschanden.
1816 wurde Friedrich als Mitglied der Dresdener Akademie aufgenommen
(bleibt aber ohne Lehramt), was ihm ein Mindesteinkommen sicherte und ihm die
Möglichkeit gab, 1818 Caroline Bommer zu heiraten.
1817 Beginn der Freundschaft mit dem Arzt, Philosophen und Maler Dr. Carl
Gustav Carus, der in seinen1831 veröffentlichten “Briefen über
Landschaftsmalerei” eine grundlegende Analyse der Kunst Friedrichs
gibt.
1816 Das Wartburgfest der deutschen Studenten wird zur Demonstration
für ein geeintes Deutschland.
Carl Maria von Weber kommt als Kapellmeister der Deutschen Oper nach
Dresden und schreibt hier seine Oper “Der Freischütz”
1816- 1818 Die Brüder Grimm geben die gesammelten “Deutschen
Sagen” heraus.
1818 Friedrich heiratet Caroline Bommer aus Dresden. Reise mit der jungen
Gattin zu den Verwandten nach Neubrandenburg, Greifswald, Stralsund und
Rügen. Beginn der Freundschaft mit dem norwegischen Maler Johann Christian
Clausen Dahl, der 1818 nach Dresden kommt und 1823 mit in Friedrichs Haus An der
Elbe 33 zieht.
1819 Geburt der Tochter Emma
1819 Erlaß der Karlsbader Beschlüsse als Maßnahme der
Reaktion gegen alle freiheitlichen Bewegungen.
1820 Peter von Cornelius aus München besucht Friedrich im Atelier.
Beginn einer bescheidenen privaten Lehrtätigkeit.
1823 Geburt der Tochter Agnes Adelheid.
1823 Beethoven schreibt seine 9, Sinfonie.
1824 wurde, von ihm lang ersehnt, Caspar David Friedrich vom
sächsischen König zum außerordentlichen Professor der
Kunstakademie Dresden ernannt, doch bleibt ihm auch nach dem Tode Klengels im
gleichen Jahr die Leitung der Landschaftsklasse verwehrt. Gleichzeitig wurde ihm
verhindert, daß er eine Lehrtätigkeit aufnehmen konnte, und seine
für die Zeit unkonventionellen Ansichten nicht weiter geben konnte.
Trotzdem bildete sich ein kleiner privater Kreis von Schülern, dem unter
anderen Carl Gustav Carus und August Heinrich angehörten. Sein
Gesundheitszustand ist angegriffen. Geburt des Sohnes Adolf, der sich
später als Tiermaler einen gewissen Ruf erwirbt.
1826 Nach überstandener Krankheit im Mai und Juni Reise nach
Greifswald und Rügen, um Erholung zu suchen.
1826 Der erste Band der “Monumenta Germaniae historica”, der
wichtigsten Sammlung mittelalterlicher Quellen zur deutschen Geschichte, und
Eichendorfs Novelle “Aus dem Leben eines Taugenichts”
erscheinen
1828 Kuraufenthalt in Tepitz. Friedrich wird Mitglied des Sächsischen
Kunstvereins.
1830 Besuch des Kronprinzen Friedrich Wilhelm von Preußen im
März in Friedrichs Atelier.
Friedrichs strenge Bildsprache, die der Gemütlichkeit des Biedermeier
und der Erzählfreude der Düsseldorfer Malerschule entgegenstand,
stieß jedoch gegen 1830 zunehmend auf das Unverständnis der
Zeitgenossen.
1830 Die Pariser Julirevolution führt auch in Sachsen zu
revolutionären Erhebungen.
1831 Der Ständestaat Sachsen wird in eine konstitutionelle
Monarchie umgewandelt und erhält eine Verfassung.
1833 Sachsen schließt sich an den preußisch- hessischen
Zollverein an, der als “Deutscher Zollverein” die Grundlage der
wirtschaftlichen Einheit Deutschlands bilden wird.
1834 Der französische Bildhauer David d’Angers besucht im Herbst
Friedrich im Atelier.
1835 Die zunehmende Ablehnung seiner Malerei führte wiederholt zu
Depressionen und Schlaganfällen.
Ein Schlaganfall lähmt Friedrichs rechte Hand. Kuraufenthalt in
Teplitz. In seinen letzten Lebensjahren ist Friedrich zu künstlerischer
Tätigkeit nicht mehr fähig.
1835 Die erste deutsche Eisenbahn Nürnberg- Fürth wird
eröffnet.
1836 erhoffte sich Caspar David Friedrich, zum Honorarprofessor ernannt zu
werden. Ludwig Richter wurde ihm vorgezogen und Friedrich brach daraufhin
psychisch zusammen.
1836 Der “Bund der Gerechten” als erste deutsche
Arbeiterorganisation wird in Paris gegründet.
Ludwig Richter wird Lehrer an der Dresdener Akademie.
1836/37 Die Ausstellung der Düsseldorfer Malerschule findet in
Dresden großen Anklang.
1839 Die Eisenbahn Leipzig- Dresden wird eröffnet.
1840 Friedrich starb einsam und geistig völlig erloschen am 7. Mai in
Dresden und wird am 10. Mai auf dem Trinitatisfriedhof in Dresden- Johannstadt
beigesetzt. Zum Zeitpunkt seines Todes war er hoch verschuldet. Eine geldliche
Zuwendung des russischen Kaisers erreichte Dresden zu spät, konnte aber die
Familie Friedrichs unterstützen.
1844 Aufstand der schlesischen Weber.
Zu den Wiederentdeckern Friedrichs um die Jahrhundertwende zählte
Alfred Lichtwark, der erste Direktor der Kunsthalle. Von 1904 bis 1913 erwarb er
zwölf Bilder Friedrichs, darunter Das Eismeer. 1970 und 1992 gelangten
Wanderer über dem Nebelmeer und Meeresufer bei Mondschein in die
Sammlung.
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