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Wir empfehlen: | |||||||||||||||||||||
Caspar David Friedrich (1774- 1840)Der Künstler und seine ZeitSeit etwa 1750 Neugotik in England.
1755 Das Nauener Tor in Potsdam, erstes neugotisches Bauwerk in
Deutschland.
1760- 1763 Der Schottische Dichter Macpherson gibt die “Lieder des
Ossian” heraus,
sentimental- romantisch Nachahmung alter gälischer
Volksdichtung.
1761/62 Jean- Jacques Rousseau veröffentlicht seine Abhandlung
über den “Gesellschaftsvertrag” und seine Romane
“Julie” und “Emile”, die wesentliche philosophische
Grundlagen der Romantik enthalten.
Sei 1764 Der Wörlitzer Park bei Dassau als erster großer
Naturpark nach englischen Vorbild in Deutschland wird angelegt.
1774 Caspar David Friedrich wurde am 05. September 1774 in
Greifswald als 6. von 10 Kindern als Sohn des Seifensieders Adolph Gottlieb
Friedrich in Greifswald geboren. Erste Depressionen und Selbstmordgedanken bekam
er bereits in seiner Kindheit, als sein Bruder, nachdem er Caspar David vor dem
Ertrinken gerettet hatte, selbst ums leben kam. Das Erlebnis lastete sein ganzes
Leben lang auf ihm.
1778 Johann Gottfried Herder beginnt mit der Veröffentlichung
seiner Sammlung von Volksliedern.
1789 Ausbruch der Großen Französischen
Revolution.
Den ersten Kunstunterricht erhielt Caspar David Friedrich seit 1790 in
Greifswald von dem Architekten, Universitätszeichenmeister und
Universitätslehrers Dr. Johann Gottfried Quistop, einem Schüler Anton
Graffs.
Dieser war es auch, der Friedrich für ein Stipendium an der
Kunstakademie in Kopenhagen vorschlug, welches er von 1794-1798 in Anspruch nahm
(u. a. bei Nicolai Abraham Abildgaard, dem Hauptvertreter des dänischen
Klassizismus. Die Akademie genoß zu dieser Zeit den Ruf, die liberalste
Ausbildung in Europa zu vermitteln. Friedrich begann während seiner
Studienzeit, sich mit frühromantischen Schriften zu beschäftigen. Er
blieb bis in das hohe Alter sehr eng mit den geistigen Strömungen seiner
Zeit verbunden.
1797 Wackenroders “Herzensergießung eines
kunstliebenden Klosterbruders” und Schellings “Ideen zu einer
Philosophie der Natur” erscheinen.
1798 Ludwig Tieck veröffentlicht seinen Roman “Franz
Sternbalds Wanderungen”.
1798 Erster Besuch in Dresden , wo Friedrich nach vorübergehender
Rückkehr in die Heimat noch im selben Jahr seßhaft wurde und seinen
Lebensabend verbrachte. Studienreisen nach Italien, wie es die konservative
Zeichenausbildung verlangte, lehnte er kategorisch ab. Statt dessen fährt
er immer wieder für ein paar Monate in seine Geburtsstadt Greifswald, nach
Rügen, in den Harz oder in das böhmische Randgebirge.
1798- 1800 Die Brüder Schlegel geben die Zeitschrift
“Athenäum” heraus, worin Friedrich Schlegel mit seinen
“Fragmenten” die romantische Ästhetik begründet. Novalis
veröffentlicht im “Athenäum” seine “Fragmente”
“Blütenstaub” und “Glaube und Liebe”.
1799 Schleiermachers Werk “Über die Religion”
erscheint.
1801 Im Frühjahr in Greifswald Begegnung mit dem ebenfalls von der
Kopenhagener Akademie kommenden Philipp Otto Runge (1777 bis 1810), der sich von
Juni 1801 bis November 1803 an der Dresdener Kunstakademie weiterbildet.
Friedrich empfängt von ihm bedeutsame Anregungen.
Im Sommer erste Rügenwanderung.
1802 Im Sommer zweite Rügenwanderung
1802 Novalis‘ (gest. 1801) hinterlassene Schriften werden von
Tieck und Friedrich Schlegel herausgegeben.
Friedrich wurde sehr schnell zum Mittelpunkt der romantischen Bewegung in
Dresden. Der Kreis seiner Anhänger beschränkt sich aber nur auf
Wenige. Mit seinen wichtigsten Bildern stieß er zur Jahrhundertwende auf
Ablehnung. 1803 stand er wahrscheinlich auf dem Tiefpunkt seiner
persönlichen Entwicklung und bekam starke Depressionen.
1804 Napoleon krönt sich zum Kaiser der Franzosen.
Schiller schreibt sein Drama “Wilhelm Tell” als Aufruf zur
nationalen Einigung und Befreiung.
1805 Friedrich gewinnt mit zwei Sepiablättern beim Preisausschreiben
der Weimarer Kunstfreunde unter Goethe die Hälfte des Preises. Goethe
schreibt über ihn im Neujahrsprogramm 1806 der “Japanischen
Allgemeinen Literaturauszeichnung”.
1806 Reise nach Greifswald. Dritte Rügenwanderung.
1806 Napoleon besiegt Preußen bei Jena und Auerstedt. Sachsen
schließt mit Frankreich Frieden, tritt dem Rheinbund bei und wird
dafür von Napoleon zum Königreich erhoben.
Ernst Moritz Arndts Hauptwerk “Geist der Zeit” (Bd.1)
erscheint.
1806- 1808 Achim von Arnim und Clemens Brentano veröffentlichen die
Volksliedersammlung “Des Knaben Wunderhorn”.
1807 Wanderung Friedrichs durch Nordböhmen.
1807 Der Frieden von Tilsit bringt für Preußen harte
Bedingungen.
Fichte hält in Berlin seine “Reden an die Nation”.
Joseph Görres gibt “Die teutschen Volksbücher”
heraus.
1808 Friedrich findet in Dresden zunehmend freundschaftlichen
Anschluß bei bedeutenden Vertretern des geistig- künstlerischen
Lebens, unter ihnen Heinrich von Kleist, der Publizist Adam Müller, der
Maler und spätere Akademieprofessor Franz Gerhard von Kügelgen, der
Friedrich auch wirtschaftlich fördert, und der Maler Georg Friedrich
Kersting.
Friedrich findet endgültig seine persönliche künstlerische
Ausdrucksweise.
Friedrich beendet sein erstes größeres und bedeutendes
Ölgemälde, “ Kreuz im Gebirge”, welches heute in der
Gemäldegalerie “Neue Meister” in Dresden zu sehen ist. Die
Kritik des Freiherrn von Rambohr, im Januar 1809 in der “Zeitschrift
für die elegante Welt” veröffentlicht, führt zum
“Rambohrstreit”, einer grundsätzlichen Auseinandersetzung um
die romantische Kunst.
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